Wer fit sein will, hat meist ganz unterschiedliche Gründe dafür. Manche sind von Natur aus schon fit, sie treiben einfach gern Sport oder haben schon lange ein sportliches Hobby. Solche Menschen beneide ich manchmal – sie sind körperlich fit, weil Fitness für sie einfach eine natürliche Folge ihrer Aktivitäten ist.
Dann gibt es Leute wie mich, die von Haus aus kein besonderes sportliches Hobby haben. Wir sind eher schlaff, schwach, mit schlechter Ausdauer. Für uns ist Sport meist ein Mittel zum Zweck, kein Hobby an sich. Der Zweck: fit werden.
Und dafür gibt es viele Motive. Manche wollen nicht mehr plump wirken und attraktiver aussehen. Andere möchten einfach ihre Ausdauer verbessern, weil sie merken, dass sie schon beim Treppensteigen ins Schwitzen kommen. Wieder andere träumen davon, irgendwann einmal einen Halbmarathon zu laufen oder an einer anderen Sportveranstaltung teilzunehmen.
Aber – und das habe ich festgestellt – ohne ein klares Ziel fällt es schwer, wirklich dranzubleiben und die Fitness aufzubauen. Was treibt uns an? Wie wichtig ist dieser Ansporn?
Warum ich seit einigen Monaten wieder regelmäßig jogge und zuletzt auch wieder ins Fitnessstudio gehe, liegt an gleich mehreren Zielen. Ja, ich will einfach nicht mehr so plump wirken. Mit meinen 175 Zentimetern, den breiten Schultern, meinem großen Glatzkopf und über 80 Kilogramm wirke ich auf mich selbst eher wie ein wandelnder Blob. Zumindest sehe ich mich so – als ziemlich unattraktiv. Wie andere mich sehen, ist mir ehrlich gesagt egal. Für Frauen attraktiv sein muss ich nicht unbedingt – wozu auch? Ich habe schließlich tolle innere Werte. Na ja, zumindest meistens.
Trotzdem sehe ich mich innerlich immer noch als den kleinen dicklichen Jungen von früher – nur eben jetzt als kleinen dicklichen Mann mittleren Alters ohne Haare auf dem Kopf.
Hinzu kommt mein wachsender Ehrgeiz, nochmal zu erleben, wie es ist, bei Sportwettkämpfen mitzumachen. Ich bin schon einige Male beim Großglockner Berglauf gestartet. Einmal musste ich wegen Krämpfen aufgeben, zweimal kam ich mit mittelmäßigen Zeiten ins Ziel. „Dabei sein ist alles“, denkt man sich.
Aber irgendwann kommt eben der Wunsch, sich zu verbessern. Genau so sehe ich das jetzt. Dieses Jahr hat es leider nicht geklappt – Verletzungen und mehrere Erkältungen haben mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Für nächstes Jahr habe ich aber schon konkrete Pläne: Erstmal steht im Februar in Wien der Hyrox an. Ich weiß nicht genau warum, aber diese Kombination aus Kraft und Ausdauer reizt mich total.
Außerdem plane ich den Großglockner Berglauf 2026 mit dem Ziel, das Rennen in unter 2 Stunden 15 abzuschließen.
Und dann will ich auch unbedingt einen Halbmarathon laufen. Davon gibt es ja viele Veranstaltungen – das steht auch für 2026 auf dem Plan.
Ende September steht erstmal ein 10-km-Firmenlauf in Brixen an, bei dem ich mein bisheriges Training testen kann. Wer mir auf Strava folgt, weiß: 10 Kilometer sind inzwischen fast kein Problem mehr für mich. Ich muss nur noch an der Geschwindigkeit arbeiten. Das heißt, ich mache Fortschritte, meine Ausdauer ist schon ganz gut.
Und zu guter Letzt gibt es noch einen besonders wichtigen vor allem langfristigen Grund: Ich möchte ein gutes Vorbild für meine Kinder sein. Ein fitter, gesunder Papa, der gern Sport macht, kann sie dazu motivieren, selbst aktiv zu werden – gerade wenn sie in ein Alter kommen, in dem Konsolen und Games oft spannender sind als Bewegung. Vielleicht beeinflusst meine Fitness dann auch ihr Körperbewusstsein und ihre Einstellung zum Sport.
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