murksen: intransitiv; unfähig oder schlampig vorgehen, insbesondere bei der Arbeit, so dass nichts oder nichts Rechtes zuwege gebracht wird oder doch nicht in annehmbarer Zeit

Das Notebook meiner Mutter ist in die Jahre gekommen. Nach ihrer Aussage ist es 17 Jahre alt. Da habe ich allerdings meine Zweifel und muss mal im Detail nachsehen.

Jedenfalls wird es Zeit für einen Nachfolger, allerdings einen Nachfolger ohne Windows und Microsoft Gängelung.

Ja, meine Mutter bekommt ein Linux Notebook. Es soll von der Größe dem bisherigen 15,4 Zoll Notebook nahekommen. Externen Monitor nutzt sie nicht. Das Gesamtpaket soll passen, ohne überbordend teuer zu sein.

Hardware

Die Wahl fiel auf ein HP Probook. Und zwar auf ein HP ProBook 4 G1a 16. Die technischen Daten lesen sich ganz gut.

  • AMD Ryzen 7 250 Prozessor, 8 Kerne (bis zu 5.1 GHz)
  • 40.6 cm (16″) IPS Display (WUXGA, 60 Hz)
  • Radeon 760M (Shared Memory), 24 GB RAM, 1000 GB SSD
  • Wi-Fi 7, 1 x HDMI, 2 x USB3.0, 2 x USB3.1

Es kommt ohne nutzbarem Betriebsystem, heißt auch ohne Microsoft Querfinanzierung. Qualitativ erwarte ich mir in diesem Preisbereich zumindest keine klapprige Haptik. Von meinem (gebrauchten) Elitebook bin ich was Verarbeitung angeht ja begeistert. Das ist zwar nicht mein daily driver aber ich habe es immer wieder zur Hand.

Und ja, das HP ProBook 4 G1a 16 fühlt sich fein an. Für mich persönlich wären 16 Zoll zu groß und die Auflösung von 1920×1200 auf diesem Bildschirm zu körnig, aber ich bin kein Maßstab (ich hätte gerne 5k auf 12 Zoll).

Das Gehäuse ist Kunststoff in Aluoptik, fühlt sich fast nach Alubody an, man erkennt den Kunststoff nur daran, dass Metall kühler wäre. Schnittstellenvielfalt ist überschaubar. Nicht zu viel, nicht zu wenig – Ethernet ist dabei. Einen Reader für normale SD Cards würde ich noch vermissen.

Die Tastatur trübt das Gesamtbild etwas. Die Tasten fühlen sich wabbelig an. Der Druckpunkt ist schwer ausmachbar. Immerhin, laut HP ist die Tastatur Spill-Resistant, man muss nicht in Panik verfallen wenn man mal einen Kaffee (ohne Zucker!) darüberkippt.

Hier noch ein Größenvergleich des ProBook mit meinem MacBook Pro 14″ und dem dem 13″ EliteBook

Software

Die Wahl der passenden Linux Distribution war einfach. Arch wird es nicht 🙂 Es wird: Ubuntu. Es ist einfach, ich kenne es gut und ich komme damit gut zurecht. Es gibt ein Software Center, was meine Mutter quasi als Pendant zum Google Play Store sehen könnte, nur ohne lästige Anmeldung et cetera et cetera. Man muss nichts frickeln, Updates kommen, man muss sich im Endeffekt nicht drum kümmern.

Abgesehen von der Anbindung eines Epson Multifunktionsdruckers gibt es keine großartigen Anforderungen an Software. Sie kennt und nutzt seit Jahren Firefox und macht in Firefox alles, sei es Banking, E-Mails oder Shoppen.

Insofern, ja Windows ist unnötig.

Jetzt war nur die Frage welches Flavour sollte es sein. Gnome oder KDE. Ich mag den Gnome Ansatz, er ist recht nah an der macOS User Experience. Für meine Mutter, die im Grunde nur Windows kennt, wähle ich daher KDE.

Es wird also ein Kubuntu 25.10 – das im Mai dann auf den 26.04 LTS aktualisiert wird.

Kubuntu ist nah an Windows, optisch wirkt KDE/Plasma in einigen Punkten vielleicht altbacken, allerdings ist das gar nicht mal so schlecht. Die Kontraste sind besser. Das UI ist gut übersetzt und man findet sich schnell zu recht.

Also, was brauchen wir

  • Kubuntu
  • Firefox als Hauptbrowser
  • übertragen der Firefox Settings und Passwörter aus dem antiquierten Windows Notebook in das ProBook
  • Einen E-Mail Client optional damit man das nicht immer im Browser machen muss
  • Übertragen von Fotos und Dokumenten
  • Libre Office für lokale Schreibereien
  • Anbindung des Epson Multifunktionsgerätes

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mehr verbloggt

Clemens CLI

Follow the white rabbit!

Ich podcaste auch