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NEU
01/05

Phishing via Kalender, Hugo und lokale Modelle von IBM

Cyber Resilience Act mit 24-Stunden-Meldepflicht ab 11. September, Phishing über Kalendereinladungen, Firefox nimmt Passwortspeicher-Umstellung zurück, AROS für Raspberry Pi, lokale KI-Agenten von Perplexity, IBM Granite 4.2 und neue Quantencomputer-Kühlarchitektur: ein bunter Mix aus Sicherheit, Linux und KI-News.

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24 Stunden für die erste Schwachstellenmeldung
Ab 11. September greifen die ersten konkreten Pflichten aus dem Cyber Resilience Act: Wer digitale Produkte herstellt, muss aktiv ausgenutzte Lücken und schwere Vorfälle binnen 24 Stunden melden. ENISA stellt dafür eine zentrale Plattform. Heißt in der Praxis: Meldewege und Zuständigkeiten sollte man vorher geklärt haben, nicht erst wenn es brennt.

Kalendereinladungen als Phishing-Vehikel
Ojeeee. Angreifer packen Links, Anhänge und QR-Codes direkt in ICS-Dateien und schmuggeln sie so an den üblichen Mail-Filtern vorbei. Besonders unangenehm: Ein einmal angelegter Termin bleibt im Kalender stehen, auch wenn die ursprüngliche Mail längst in Quarantäne liegt.

Home Assistant veröffentlicht Umfrage-Datensatz
Die Open Home Foundation hat die anonymisierten Ergebnisse ihrer ersten großen Nutzerumfrage frei zugänglich gemacht. Wer wissen will, wer eigentlich so Home Assistant betreibt und warum, findet hier Zahlen. Coole Sache!

Firefox rudert bei Passwortspeicher zurück
Firefox 154 hatte einen neu in Rust geschriebenen Speicher für Zugangsdaten aktiviert – mit Nebenwirkungen: unerwartete Hauptpasswort-Abfragen beim Start oder beim Öffnen von PDFs, dazu langsamerer Zugriff auf gespeicherte Logins. Mozilla hat die Umstellung erstmal zurückgenommen und migriert neu gespeicherte Daten in den alten Speicher zurück.

sudo – Rechte kontrolliert vergeben
Solide Einführung in sudo: Grundlagen, wer es nutzen darf, wie man Rechte gezielt vergibt. Nichts Neues für Profis, aber eine gute Referenz zum Weiterschicken, wenn jemand im Team nach dem root-Passwort fragt.

AROS jetzt offiziell für den Raspberry Pi
Das Amiga-kompatible AROS gibt es jetzt als Image für den Raspberry Pi 3, in 32 und 64 Bit, angeblich läuft es auch auf dem Pi 4. Laut Team stabil, aber noch nicht vollständig – und deutlich karger als die x86-Distributionen. Wer einen Pi rumliegen hat und Nostalgie verspürt: Wochenendprojekt.

Hugo: Volltext-RSS für einzelne Tags
Kurze Anleitung in drei Schritten, wie man in Hugo mit dem PaperMod-Theme einen eigenen RSS-Feed nur für ein bestimmtes Tag baut – und zwar mit vollem Artikelinhalt statt nur Anrisstext.

Perplexity bringt KI-Agenten auf lokale Hardware
Mit dem Projekt „Portable Computer“ hat Perplexity eine Version seiner Agenten-Plattform veröffentlicht, die komplett lokal läuft – zunächst auf Nvidias DGX Spark. Der Trend zu lokaler KI nimmt Fahrt auf.

IBM Granite 4.2 vorgestellt
IBM hat eine neue Version seiner quelloffenen Granite-Sprachmodelle veröffentlicht. Für alle, die lokal etwas ausprobieren wollen, ohne gleich Daten in die Cloud zu schicken, eine Option mehr.

Ein Drittel neuer Webtexte womöglich von der KI
Das Pew Research Center hat knapp eine halbe Million englischsprachiger Webseiten mit einem KI-Detektor untersucht. Ergebnis: Bei allem, was seit ChatGPT online ging, dürfte über ein Drittel maschinell entstanden sein. Detektoren sind zwar nicht unfehlbar, aber die Größenordnung ist jetzt schon bemerkenswert.

Firmen unterschätzen den Cyber Resilience Act
Der „IoT & OT Cybersecurity Report 2026“ kommt zum Schluss, dass die deutsche Wirtschaft den CRA links liegen lässt. Passend dazu die 24-Stunden-Meldepflicht weiter oben – das wird für einige noch ungemütlich.

UK: Ein Drittel der Arbeitgeber kürzt Einstiegsjobs
Mehr als ein Drittel der britischen Arbeitgeber bietet wegen KI und Automatisierung weniger Einstiegsstellen für Berufsanfänger an. Wer soll dann in zehn Jahren die Senior-Rollen besetzen?

3Kopier: Backups ohne große Suite
Kostenloses Tool, das bis zu drei Kopier- oder Verschiebeaufträge parallel abarbeitet, weitere per Profil und Zeitplan verwaltet. Der Clou: Die Sicherungen bleiben ganz normale Dateien und lassen sich ohne Spezialsoftware öffnen. Genau richtig für alles, wo Borg oder Restic überdimensioniert wären.

IBM koppelt Kühlzellen für Quantencomputer
IBM hat eine modulare Kühlarchitektur vorgestellt, bei der sich mehrere kryogene Zellen direkt koppeln lassen. Zwei Prototypen laufen bereits gemeinsam, langfristig sollen so Systeme mit Tausenden Qubits möglich werden.

Clemens

Oft grantig, aber meistens ein ganz Lieber • Semi-informed • Nerdkramgedöns • My Kids2 👦🏻👦🏼 • science 🔬 • tech • 🖥️(SteamDeck) Gaming3 🎮 Mac 🍏 & Linux 🐧 • Hiking 🏔️ • Podcasting • Podcasthörend fast rund um die Uhr • DIY‘er • supporting 🏳️‍🌈 • Antifaschist • 🇪🇺 🌍

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