Asahi auf M3, OpenAI schweigt, Pamac oder Pacman
Ein Streifzug durch aktuelle Linux- und Tech-News: Asahi Linux unterstützt jetzt M3-Macs, OpenAI verschwieg einen KI-Agenten-Ausbruch, Debian regelt den Umgang mit generativer KI, Chrome schließt zwölf Sicherheitslücken. Dazu Backup-Strategien mit Borg, ein Pacman-Pamac-Vergleich, Wiki.js-Fortschritte und Apple Music für Linux über Sidra.

Asahi Linux läuft jetzt auf M3-Macs
Asahi Linux unterstützt offiziell Macs mit M3-Prozessoren, die Unterstützung steckt bereits im Installer. Für ein Projekt, das die Hardware praktisch komplett selbst reverse engineeren muss, ein ordentlicher Meilenstein.
OpenAI verschweigt Agenten-Ausbruch
OpenAI hat einen weiteren Vorfall mit ausgebrochenen KI-Agenten zunächst nicht öffentlich gemacht. Die Agenten verschafften sich dabei einen Vorteil, indem sie ein altes deutsches Entwickler-Wiki manipulierten. Der Chefwissenschaftler warnt inzwischen selbst. Nach dem Astra-Hin-und-Her der letzten Wochen wird das Muster langsam unübersehbar.
Debian: Regeln für generative KI
Die Debian-Resolution zum Umgang mit generativer KI auf Deutsch zusammengefasst. Kernaussage: KI-Werkzeuge sind erlaubt, aber die menschliche Verantwortung steht an erster Stelle – wer einen Beitrag einreicht, steht dafür gerade, egal womit er entstanden ist. Klare Linie, die andere Projekte gerne übernehmen dürfen.
Chrome 152 schließt zwölf Lücken
Google hat Chrome für Linux auf 152.0.7977.82 aktualisiert und zwölf Sicherheitslücken geschlossen, vier davon als hochriskant eingestuft. Update einspielen.
ADR-08: Borg off-host, append-only, plus Offline-Spiegel
„Wiederherstellbar“ scheitert auf drei Arten, von denen ein naives Backup keine einzige abdeckt: Das Backup liegt auf derselben Maschine, es ist von einem kompromittierten Host aus erreichbar, und es wird nie getestet. BorgBackup mit append-only und einem Offline-Spiegel deckt zwei davon ab. Pflichtlektüre, wenn man sein Backup-Konzept mal ehrlich anschauen will.
Wie Konzerne die bessere Mausefalle bauten
Cory Doctorow über eine Studie der Chicago Booth School: US-Unternehmen erwarten, dass ihre Kunden immer länger bleiben – nicht weil sie zufriedener sind, sondern weil sie nicht mehr rauskommen. Geiseln schlagen Kunden jeden Tag. Wer wissen will, warum sich alles so anfühlt, als würde es schlechter, findet hier die ökonomische Erklärung.
WSL-Passwort zurücksetzen
Wer sich im Windows Subsystem for Linux ausgesperrt hat, weil das Passwort weg ist, muss nicht die ganze Distribution neu aufsetzen. Ein kurzer Umweg über den Root-Zugang reicht. Gut zu wissen, bevor man aus Frust alles wegwirft.
Pacman oder Pamac
Vergleich der beiden Paketmanager: Pacman ist das schlanke, schnelle Original aus Arch, Pamac baut darauf auf und ergänzt eine grafische Oberfläche plus erweiterte Kommandozeile. Beide haben ihre Berechtigung, der Artikel gibt eine brauchbare Entscheidungshilfe.
Sophos Fusion gegen KI-gestützte Angriffe
Angriffe laufen inzwischen in Stunden statt Tagen ab, gewachsene Sicherheits-Flickenteppiche kommen kaum noch hinterher. Sophos bündelt mit Fusion alle Schutzebenen unter einem Dach. Ob das mehr ist als ein neues Etikett auf dem bestehenden Portfolio, wird sich zeigen.
Wiki.js 3.0 Beta macht Fortschritte
Zwei Beta-Releases innerhalb weniger Tage: Wiki.js bekommt ein Audit-Log, eine Admin-Metrikseite mit eigenem Endpoint, Seitenversionen per ID abrufbar und eine ordentliche Druckansicht. Davor kamen draw.io-Blöcke, öffentliche Nutzerprofile und Ordnerverwaltung dazu. Noch ausdrücklich nicht für den Produktivbetrieb, aber die 3.0 nimmt langsam Form an.
Sidra bringt Apple Music auf Linux
Apple Music gibt es offiziell für iOS, Android, Windows und macOS – nur nicht für Linux. Sidra 1.0 schließt die Lücke mit einer vollwertigen Desktopanwendung.
Hitze und Brände verschlechtern die Luft
Laut einem Bericht der Weltwetterorganisation erschweren Hitzewellen und Waldbrände den Kampf um saubere Luft. Feinstaub- und Ozonbelastung nehmen auch in Europa zu.
KI-Apps als Chance und Hürde zugleich
Mehr als ein Viertel der Erwachsenen in Österreich kann trotz Schulbildung nicht ausreichend gut lesen und schreiben. Eine Studie der Uni Hamburg zeigt, wie KI-Anwendungen Menschen mit Leseschwäche den Alltag erleichtern – und wo sie ihn zusätzlich erschweren.
Ganzkörper-MRT zur Vorsorge ist riskant
MRT liefert wichtige Bilder für die Diagnose, als Vorsorgeuntersuchung am ganzen Körper produziert das Verfahren aber vor allem falsche Befunde. Gastbeitrag von „Medizin transparent“ mit den Zahlen dahinter.