Die Rückständigen in Tirol

blockieren jetzt einen jungen Landwirt, der auf seinen Feldern Photovoltaikanlagen aufstellen will. Und nicht, dass er hier die Fläche zupflastern will; Nein, es sollen senkrechte Anlagen werden – zwischen den einzelnen Reihen genug Platz für den Gemüseanbau. Also eine Win-Win Situation.

Das Gemüsefeld der Familie Legner im Süden von Mils ist 15 Hektar groß, also so groß wie etwa 20 Fußballfelder. Matthias Legner erklärt, die geplante Anlage trete nicht in direkte Konkurrenz zur Landwirtschaft, „hier soll Photovoltaik neben der Landwirtschaft funktionieren“.

tirol.orf.at

Wer ist dagegen? Die Ewiggestrigen aus Gemeinde und Landwirtschaftskammer. Der Gemeinde geht es um das Ortsbild (wer Mils kennt, weiß, dass das eine lächerliche Ausrede ist). Landwirtschaftskammer fürchtet um Versiegelung. Die Dummköpfe verstehen wohl den Begriff senkrecht nicht. Das Brett, dass sie ständig vorm Kopf herumtragen, dürfte waagrecht sein

Tirol, wie immer an vorderster Front wenn es um die TRADITION geht.

Wenn man der Wettervorhersage glauben kann

darf ich frohlocken, der Frühling ist endlich da. Den Vitamin D Haushalt meines Körpers wird das freuen. Jetzt muss ich mir noch noch von dieser überraschenden Magen-Darm Grippe erholen, die mich in den vergangenen Tagen sehr geplagt hat. Das war eine sehr explosives Erkrankung (um euch damit unbewusst ein paar ganz üble Bilder in den Kopf zu zaubern)

Kurze Durchsage von Captain Obvious

Wer hätte sich das gedacht:

Tirol zeichnet sich durch sehr traditionelle, konservative und patriarchale Geschlechterverhältnisse aus: Das sagt die Tiroler Geschlechterforscherin Gundula Ludwig. Am 8. März, dem internationalen Frauentag, wird weltweit mit Veranstaltungen und Aktionen auf die Anliegen von Frauen aufmerksam gemacht.

Traurig ist ja auch, dass durchaus auch viele jüngere Männer dieses verkorkste veraltete Weltbild von Opa oder Papa mitbekommen. Nur wenn es drum geht ein Mädel ins Bett zu bringen gibt man sich offen und modern. Ist das abgehakt, folgt schleunigst wieder die Transformation zum konservativen Schützen (Stereotyp bitte beliebig durch anderes ersetzen).

Trotzdem, dank an Frau Ludwig dass sie dieser Problematik mal zusammenfasst.

Was will man auch von einem Bundesland erwarten, dessen Politik von alten weißen Männern gemacht wird, die seit Jahrzehnten im Sessel kleben und von alten weißen Männern in Interessensvertretungen, sowie von alten weißen Männern an Unternehmensspitzen und auch von alten weißen Männern an der Spitze von Behörden und von alten weißen Männern in der Industries, Landwirtschaft, im Tourismus…

Episode 82 des Techtelmechtel Podcast ist da

Hat doch nochmal einen Tag länger gedauert, aber die neue Folge ist jetzt da.

Wir haben jetzt am Audiosetup etwas gefeilt und nehmen mit StudioLink und Double Ender auf. Vorteil die Tonspuren sind synchron und ich erspar mir danach das eher aufwändige wieder auf Gleichschritt bringen. Vorteil für euch, wir reden uns nur noch bewusst gegenseitig rein.

Aufnahme hat Spaß gemacht, wir quatschen wieder viel Halbwissen zu AI und E-Autos. Wie immer, ihr könnt uns abonnieren via Feed, oder auf Spotify, iTunes und YouTube.

Wohlfühlatmosphäre

Es ist jetzt ein paar Wochen her, seit ich mein altes Blog in den Ruhestand versetzt habe. Ihr erinnert euch. Die ganzen Wanderbeschreibungen, die sind ja weiterhin da und sind immer noch recht beliebt wie die Statistiken zeigen. In dieser Hinsicht habe ich gute Nachrichten; ich glaube, da werden dieses Jahr Einige dazukommen. Ich bin mir über das Konzept noch nicht zu 100% klar, aber vielleicht wird kleinlercher.me jetzt wirklich dediziert ein solches Tourentagebuch. Hiking Buddies suche ich dahingehend noch. Also melden!

Was ich damit sagen will, der Druck, der wegfällt, weil man nichts mehr schreiben muss, ist unbezahlbar. Natürlich habe ich nie müssen, ich selbst hab mir da diesen Druck gemacht. Es ist ein wirklich interessantes psychologisches Phänomen, dass man erst damit aufhört sich selbst was aufzubürden, wenn man damit abschließt.

Das trifft ja auch auf meine Social Media Aktivitäten zu, wo ich im Prinzip nur noch Konsument bin. Verblieben sind ohnehin nur noch YouTube und Snapchat. Wobei Zweiteres für mich fast ein reiner Kommunikationskanal ist. Und Instagram? Ich habe einen Account, habe dort 1 Freund und nutze es ausschließlich für Informationen, die ich auf anderen Wegen momentan nicht „abonnieren“ kann. Leute, bloggt mal wieder mehr!

Fazit: Weniger ist mehr!

kurzfristige Podcast Pause

Der Techtelmechtel Podcast hängt im Moment leider etwas in der Luft. Ja, eigentlich wollten wir ja die Schlagzahl erhöhen. Aber krankheitsbedingt, weil es mich mal wieder erwischt hatte, ist die Folge 82 vor zwei Wochen ausgefallen. Und auch unser Ersatztermin ist ausgefallen, weil es diesmal meinen geschätzten Kollegen niedergerungen hat.

Wenn alles gut läuft, habt ihr Samstag morgen aber wieder eine neue Folge in eurem Podcatcher.

Dune

Selbst wer den originalen Film von David Fincher kennt, oder die Bücher, oder vielleicht absolut kein Gusto auf Science Fiction hat, seht euch Dune an! Das ist ein Befehlt. Natürlich Part 1 (momentan auf Netflix) und Part 2 (aktuell im Kino).

Bildgewaltig, imposant und absolut beklemmend. Seit langem keinen Science Fiction Film gesehen, der so viele Parallelen zur heutige Zeit hat. Verrat, Machthunger, heiliger Krieg. Ich muss sagen, nach Part 2 hab ich den Kinosaal recht sprachlos verlassen. Beeindruckt von den Bildern und gleichzeitig komplett niedergeschlagen vom Ende.

Österreich in a nutshell #183 – Titel

Egal wie (ir)relevant der Titel noch so ist. Die KNG hat sie wahrscheinlich alle. Beim Anmelden eines Stromanschlusses wird jeder fündig, der seinen Titel so gerne wie einen erigierten Penis vor sich rumträgt:

Arch.
Arch. DI
Arch. Ing.
Arch. Mag.

BA
BA MA
BA MBA MBA
Bakk.
Bakk. MIM
B.Ed.
BEd MA
BSc
BSc BArch MSc
DDr.
DDI
DDipl.-Päd.
DDr.
DI
DI BSc
DI Dr.
DI Dr.med.
DI (FH)
Dipl.-BW
Dipl.-HTL-Ing.
Dipl.-Inform.
Dipl.-Ök.
Dipl.-Päd.
Dipl.-Soz.Päd.
Dipl.-Tierarzt
Dipl.-Tierarzt Mag.
Dipl.-VW
Dipl.Wi.Ing (FH)
Dipl.Wirtsch.Ing.
Dir.
Dir. Mag.
Dir.HR DI Mag.
Dir.Prok.DI Dr.
Dkffr.
Dkfm.
Dkfm. DI
Dkfm. Dr.
Dkfm. Mag.
Dr.
Dr. h. c.
Dr. med.
Dr. med. univ.
Dr. med. vet.
Dr. mont.
Dr.med.univ.et
Dr.scient.pth.
Hbv.DI
Hofrat
Hofrat Ing. DI
Ing.
Ing. B.Ed.
Ing. Dkfm.
Ing. Dr.
Ing. Mag.
Ing. Mag. (FH)
Ing. Mag.Dr.
Ing. MBA
Ing. MMag.
Konsul
KR
KR DI
KR Ing.
KR Prof. Mag.
LL.B.
LL.M.
Lt. Bakk. MSc
MA
Mag.
Mag. DI
Mag. DI Dr.
Mag. Dr.
Mag. (FH)
Mag. iur.
Mag. pharm.
Mag. pharm. Dr.
Mag. phil.
MAS
MAS MBA
MBA
MDes
med.dent.
MMag.
MMag. BEd
MMag. Dr.
MMMag.
MSc
MSc BSc
MSc MA
MSc MBA
MSc MEd
OSR
O.Univ.-Prof. Dr.
PhDr.
Prim. Dr.
Prim.Univ.-Prof. Dr.
Prof.
Prof. DDr.
Prof. DI
Prof. Dr.
Prof. Mag.
Prof. Mag. Dr.
Prof.Dipl.-Päd.
RA
RA Dr.
Reg. Rat
Uni. Doz. Dr.
Univ. Prof. Dr.
Univ.Doz.Dr.med.
Univ.-Prof. DI Dr.
VDir. Dkfm.
VDir. Mag.
VDir.DI
VDir.Univ.Prof.DI Dr

Die Österreicher und ihre Titel, nicht wahr? Als ob ein paar Buchstaben vor oder hinter dem Namen einen Menschen wirklich besser machen würden. In Österreich scheinen sie darauf zu stehen. Dkffr. hier, Lt. Bakk. MSc dort – als ob das das Maß aller Dinge wäre. Aber gut, wenn es ihnen Freude bereitet und sie sich dadurch wichtig fühlen, warum nicht? Schließlich ist es nicht so, als ob ein Titel allein die Intelligenz oder Fähigkeiten einer Person bestimmen würde. Aber wer bin ich schon, um das zu beurteilen? Ein Titel-loser Narr!

Ein mittlerweile seltenes Naturschauspiel

folgt auf winterlichen Schneefall. Sonst sind sie ganz versteckt in Gartenhäuschen, Garagen oder Unterständen. Aber am Morgen nach Neuschnee wagen sie sich nach draußen. Zuerst hört man nur Eine, das ist die Vorhut; aber hat diese erst einmal die Lage geprüft und zeigt den Anderen, dass es sicher ist, dann tapsen auch sie nach draußen und beginnen ihr Werk: die Schneefräsen.

Banken sind ein notwendiges Übel

Das sind keine Wohltätigkeitsorganisationen, im Grunde sind Banken Arschlöcher. Österreichische Banken legen aber noch eine Schippe drauf. Während die EZB Zinshebungen auf hohem Niveau verharren, sinken in Österreich die Sparzinsen wieder. Diese waren im vergangenen Jahr ohnehin nur langsam und spät erhöht worden, während die Kreditzinsen sehr flott in die Höhe schossen.

Zu spät und nur pomadig hätten österreichische Banken die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB) an ihre Kunden weitergegeben, kritisierten Konsumentenschützer noch im Vorjahr. Gemeint sind selbstverständlich nur die Sparzinsen, denn bei Krediten wurde das gestiegene Zinsniveau nämlich umgehend weitergereicht. Doch nun zeichnet sich immer klarer ab, dass die EZB bereits den Zinsgipfel erreicht haben und der nächste Zinsschritt wohl nach unten gesetzt werden dürfte – die offene Frage ist bloß, wann dies der Fall sein wird.

Ich finde ja, der Bankensektor verdient mal etwas Regulierung. Eine gesetzliche Verpflichtung umgehend EZB Vorgaben umzusetzen und das sowohl für Sparer als auch Kreditnehmer. Und noch vieles mehr. Wie zum Beispiel eine vollständige persönliche Haftung aller Vorstände im Falle einer Bankenpleite. Eine 90%ige Besteuerung bei Boniauszahlungen für Manager, Vorstände und Großbeteiligungen – diese könnte man sogleich Solidaritätsbeitrag zur staatlichen Bankenrettung nennen (SBSB). Oh ja, ich hätte da noch viel mehr Ideen. Ganz oben, Entzug der Banklizenz, wenn nachweislich eine angeschlossene Unternehmensgruppe Geschäfte mit Russland unterhält.

Nur knapp 20% in Europa denken

E-Autos wären ökologischer als Verbrenner. 60% glauben sogar die Verbrenner wären die ökologischste Variante. Da sieht man wie gut die Propaganda aus der Auto Industrie greift – und die Stammtisch Benzinbrüder plappern Blödsinn am Laufenden Band nach, bis hin zum Mythos der unlöschbaren E-Autos. Zu diesem Irrglauben gibt es jetzt übrigens mal Fakten.

Aber zurück. Wo ist die Akzeptanz für E-Autos am Niedrigsten? Wo glaubt ihr will kaum jemand umsteigen?

Richtig! In den Niederlanden mit 11%, Schweiz mit 14%, Österreich mit 15% und Deutschland mit 17%. Weniger als ein Fünftel erwägt beim nächsten Wagenkauf ein E-Auto. Wo sieht die Welt besser aus? In Norwegen mit 77% und Dänemark mit 75%. Italien folgt mit 58%. Jeder zweite in Italien erwägt beim nächsten Autokauf auf E umzusteigen. Italien, das sind die mit den Nazis in der Regierung.

Kopps These lässt sich auch mit weiteren Umfrageergebnissen stützen: Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zeigen sich noch skeptisch, was die Anschaffung eines E-Autos anbelangt. Jene, die bereits eines besitzen, sind hingegen großteils gewillt, auch künftig eines zu erwerben. Hybridfahrer liegen dabei in der Mitte. „Je näher der Autofahrer bereits am Elektroauto dran ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder eines nimmt“, fasst es Automobilexperte Kopp zusammen.

Wir sind verloren!

Ganz blöder Datenunfall bei Wyze

Statt online die eigene Wohnung zu sehen, konnten Wyze Nutzer, die mal einen Blick durch die Überwachungskamera werfen wollten, in die Häuser und Wohnungen völlig fremder Menschen gucken.

Schuld sind natürlich die anderen. Nicht Wyze selbst. AWS is schuld.

Bekannt wurde die Panne durch zahlreiche Social-Media-Postings und eine anschließende E-Mail, die Wyze-Kunden erhielten. Der Betreff suggerierte einen wichtigen Sicherheitshinweis. In der Nachricht entschuldigt sich das Unternehmen für die Sicherheitsverletzung, gibt aber gleichzeitig dem Webhosting-Anbieter Amazon Web Services eine Mitschuld an der Misere.

Toll diese Cloud Dienste!

Aus der Kategorie "Unnützes Partywissen": Flohsamenschalen

Flohsamenschalen werden gelegentlich als pflanzliches Quellmittel oder Stuhlaufweicher bezeichnet und dementsprechend als Darmregulans eingesetzt, wobei sie sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen können.

Also bei Dünnschiss oder Verstopfung. Aber das hier ist mal wirklich interessant:

Aus Flohsamenschalen wird ein Bindemittel für den Straßen- und Wegebau hergestellt, das die Belastbarkeit von Schotterstraßen und -wegen erhöhen soll, ohne die Versickerung von Regenwasser zu behindern, wie dies mit Pflaster oder Asphalt der Fall wäre.

Rechtsextremismus: Hanau ist überall

Ein lesenswerter Artikel von Aleksandra Tulej in der Wiener Zeitung.

Ein Attentat, vier Jahre her, in Deutschland. Es ist weit weg, lange her, es betrifft einen nicht unmittelbar. Mich persönlich hat der 19. Februar allerdings nie losgelassen. Ich spreche hier stellvertretend für unzählige Menschen in Deutschland und Österreich, für Menschen mit Migrationsbiografie. Dieses Datum steht repräsentativ für so viele Lebensrealitäten, die Teil unserer Gesellschaft sind.

Im Übrigen auch ein ganz großer Lesetipp in der Wiener Zeitung. Vor 90 Jahren: Bürgerkrieg in Österreich.