Es gibt leider immer weniger Zeitzeugen

der Nazidiktatur. Heute ist Käthe Sasso verstorben.

Käthe Sasso, Zeitzeugin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, ist in der Nacht auf Montag im Alter von 98 Jahren verstorben. Sasso wurde 1926 im Burgenland geboren und wuchs in Wien auf.

https://burgenland.orf.at/stories/3253120/

Das ist natürlich dem Zahn der Zeit geschuldet. Diese Zeugen des Gräuels können keine 200 Jahre alt werden. Daher wird es immer wichtiger sich an diese zu erinnern, sich an diese Zeit zu erinnern. Es darf nicht vergessen werden was in dieser dunklen Zeit geschehen ist.

Das Vergessen daran, ist die willkommene Nahrung mit der sich rechte, demokratiefeindliche und menschenverachtende Parteien wie FPÖ und AfD unaufhaltsam stärken.

Es gilt die Nichtspionvermutung

Aber, was für fragwürdige Verbindungen der FPÖ zum Kreml langsam aufkommen, ist doch etwas besorgniserregend. Da wollte man schon vor Jahren auf Ibiza das eine oder andere Stückerl Österreich an russische OligarchInnen verhökern. Und nun kommt „Das merkwürdige Treiben des Egisto Ott“ quasi als Sequel ans Licht.

Neos-Mandatar Yannick Shetty – seines Zeichens ebenfalls Fraktionsführer im U-Ausschuss – sieht den „russischen Spion Ott“ noch enger mit der FPÖ im Kontakt als bisher vermutet. „Dass er auch parlamentarische Anfragen für FPÖ-Abgeordnete geschrieben haben soll, ist für uns eine rote Linie. Das belegt, dass Putins Arm bis tief in die blaue Partei hineinreichte“, meint er. Das alles solle nun ein Russland-U-Ausschuss klären, den die Neos fordern. Auch Justizministerin Alma Zadic (Grüne) hat sich zuletzt dafür ausgesprochen. 

https://www.diepresse.com/18368377/spionagefall-was-macht-eine-fpoe-anfrage-auf-otts-handy

Peter Higgs ist tot

Einer der ganz großen Physiker ist am Montag mit 94 Jahren verstorben. Mit dem Higgs-Boson wird er aber unsterblich bleiben. Ich verneige mich vor einem großen Wissenschaftler.

It’s about understanding! Understanding the world!

Explaining what led him to study theoretical physics, as quoted by Ian Sample, in The god of small things, The Guardian, Saturday 17 November 2007.

Habt ihr das Wetter am Wochenende genossen?

Eigentlich ja schon geil. Anfang April, draußen ist es warm und sonnig. Man kann mit Shorts und T-Shirts spazieren gehen, Gartenarbeit, die Kids können schon im Rasen krabbeln oder mit Sand und Wasser spielen. Und die Damenwelt (Triggerwarnung: das ist eine Überspitzung) ist endlich wieder knapp bekleidet.

24°C hatten wir am 6. April zu Hause. 26°C am Tag darauf. Auf knapp 1000 Höhenmetern wohlgemerkt, inmitten der Hohen Tauern.

In Bruck an der Mur wurden die 30°C geknackt. Im April. Anfang April. Anfang April 2024! Im Fucking frühen April 2024.

Leute, ja, es gibt Extrema, es könnten jetzt auch 0°C und Schnee sein. Aber die bisherigen Monatszusammenfassungen für dieses Jahr sprechen eine klare Sprache.

Und so geht das schleichend seit Jahrzehnten. Nein, das ist nicht geil. Die aktuellen Bedingungen sind einfach 1 1/2 Monate (im Durchschnitt) zu früh. Und schuld daran sind wir alle und viele Generationen vor uns. Und viele unter uns leugnen den Klimawandel immer noch. Und Lösungen gibt es z.B. für mich als Pendler immer noch keine. Ich würde ja gerne öfter mit dem Bus fahren – Intervall, Fahrplan und Verfügbarkeit sind allerdings immer noch nicht Job-tauglich (zumindest in meinem Fall). Die ÖVP ignoriert die Krise, die grünen Handlanger haben keine Macht.

Mondzeit

Für den Mond will man eine eigene Zeit festlegen eine, Coordinated Lunar Time (LTC). Da ja der Mond eine gekoppelte Rotation mit der Erde hat, als sich nicht in knapp 24 Stunden um die eigene Achse dreht, wie die Erde, sondern dafür 27,3 Tage benötigt, werden zumindest die Zeitzonen wegfallen. Uns zeigt er ja auch immer dieselbe Seite und Jahreszeiten gibt es keine.

Wenn ihr mich fragt ich bin für UTC+0

Einfach UTC.
Und wenn wir schon dabei sind, weltweit UTC – weg mit den Zeitzonen, dann geht mancher eben um 13 Uhr schlafen und isst sein Mittagessen um 01 Uhr. Aber ich würde mir dann dieses beknackte Umrechnen der Zeiten sparen, wenn ich Kunden in den USA, Kanada oder Mexiko Terminvorschläge mache.

Alle bekommen die Inflation in den Griff

nur nicht Österreich, wir schaffen’s nicht!

Laut Schnellschätzung der Statistik Austria ist die Inflation im März bei 4,2 Prozent gelegen – die Preise in Österreich sind damit fast doppelt so stark gestiegen wie im Euro-Raum, wo sie durchschnittlich um 2,4 Prozent zulegten. 

Das werden wieder interessanten KV Verhandlungen am Ende des Jahres. Nur nicht bei der IT, die haben sich ja über den Tisch ziehen lassen.

Kassenlose Supermärkte

Das wär schon ein cooles Ding, einfach den Wagen oder das Tascherl einräumen, rausgehen und beim Verlassen wird der Kaufbetrag abgebucht.

amazon hat das probiert. Leider nicht so einfach. Denn man benötigt trotzdem Personal. Wofür?

Denn es ist klar, dass die Supermärkte zwar automatisiert und mittels Machine Learning arbeiten, dahinter allerdings auch ein menschliches Team mit über 1.000 Mitgliedern steckt. Die Kamerasignale werden an die in Indien sitzenden Analysten geschickt und dort ausgewertet.

https://www.golem.de/news/mit-arbeitskraft-aus-indien-amazon-gibt-kassenlose-supermaerkte-auf-2404-183769.html

Wie kann man nur Müll

im Straßengraben oder an der Straße entsorgen? Was für ein Arschloch muss man sein?

Hauptsächlich falle dabei Restmüll an, der sich entlang der Landesstraßen angesammelt haben, so Gruber: „Jedes Jahr kommen rund 500 Tonnen bzw. 100 Lkw-Ladungen an Müll zusammen.“ Neben Verpackungen und leeren Dosen seien unter den Fundstücken auch immer öfter Sonder- und Sperrmüll wie Matratzen, Autobatterien oder sogar Kühlschränke zu finden.

https://kaernten.orf.at/stories/3250606/

Wenn wir schon bei Fehlbesetzungen sind

ich hätte da für die UNO ein paar Vorschläge

  • Herbert Kickl als Vorsitzender der UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen)
  • Josef Fritzl als Vorsitzender der UNICEF
  • Rene Benko als Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen
  • Sebastian Kurz als Vorsitzenden des Internationalen Gerichtshofes
  • Christine Aschbacher – irgendwas mit Wissenschaft und Bildung also UNSECO
  • Hans Peter Doskozil als Leiter der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (zwecks Neusiedler See wärs gewesen)

Kundenservice in Österreich

Das soll kein Rant werden. Im Endeffekt will ich hier drei Unternehmen vergleichen.

Im September 2022 hatte unser Elektra Bregenz Geschirrspüler nach vielen vielen Jahren Nutzung den Geist aufgegeben. Eine Reparatur hätte sich aufgrund des Alters nicht mehr ausgezahlt.

Daher haben wir nach Recherche bei electronic4you ein Modell von Gorenje bestellt. Mit knapp 500 Eur war das auch kein Schnäppchen. Ein paar Tage später haben wir diesen abgeholt, ich habe den alten Elektra Bregenz ausgebaut und den neuen Gorenje eingebaut. Natürlich habe ich darauf geachtet, dass er ordentlich eingestellt ist, also sauber waagrecht nivelliert eingerichtet wird.

Allerdings hatte dieser Geschirrspüler einen Makel. Er hat eine automatische Türöffnung, die dafür sorgt, dass er sich am Ende des Spülgangs öffnet, damit die überschüssige feucht-warme Luft schneller entwicht und das Geschirr somit schneller trocknet. Die Krux an der Sache, schon während des Spülvorgangs ging die Tür mehrfach auf – kein Wasseraustritt – aber ich will diese ja nicht alle paar Minuten schließen müssen, damit er weiterarbeitet.

Da ich mir dachte, lassen wir den Händler aus dem Spiel (es war noch in der Gewährleistung) habe ich das mit Gorenje abgewickelt. Die Techniker waren zeitnah da, haben was ausgetauscht, umgestellt, Federn eingestellt.

In Summe war dreimal ein Techniker da; beim dritten Mal haben wir ein neues baugleiches Gerät erhalten. Das verrichtete dann bis zum Dezember 2023 seinen Dienst. Dann allerdings, war die Pumpe für das Abpumpen kaputt.

Da dies nun Servicefall 4 war, dachte ich mir ich wende mich nochmal an Gorenje was man denn machen könnte und auch an e4y, denn eigentlich wollte ich jetzt eine Wandlung, den Kaufpreis zurück und direkt bei diesem Händler einen anderen Geschirrspüler kaufen – heißt noch etwas an rarem Geld auf den Kaufpreis drauflegen und ein Bosch Gerät bestellen.

Von e4y habe ich dazu keine Antwort erhalten, auch auf mehrfache Nachfrage hin. Der Kundensupport meldete sich schlichtweg nicht – und Telefonsupport ist nicht so mein Ding.

Mit zwei Kids ist so ein funktionierender Geschirrspüler allerdings Gold wert und zum Glück meldete sich zwischenzeitlich Gorenje, ein paar Tage später war der Techniker da und tauschte die defekten Komponenten aus. Seitdem ist wieder Ruhe.

Am 27.3 erhielt ich überraschend ein E-Mail von electronic4you

Guten Tag Herr Kleinlercher,

Entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung!
Hersteller schickt erneut den Techniker um das Gerät zu reparieren. 

So lautet die Entscheidung in Rücksprache mit Hersteller.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Verspätete Rückmeldung ist schon etwas frech.

Konsequenz wird lediglich sein, electronic4you in Zukunft zu meiden. Supportanfragen über dreieinhalb Monate unbeantwortet zu lassen um dann schließlich einen Dreizeiler zu senden, spricht Bände. Kudos für Gorenje/Hisense, die rasch reagieren, auch wenn zumindest dieses Produkt qualitativ seine Probleme und wahrscheinlich keine lange Lebenszeit mehr hat.

Beim nächsten Einkauf werde ich auf unseren lokalen Elektriker/Elektrohändler zurückgreifen, wie auch schon damals mitten in der Pandemie mit der Waschmaschine. Das hat hat sich bezahlt gemacht. Denn diese hatte vor einigen Monaten einen Defekt (Antriebsmotor trieb die Trommel nicht mehr an). Wir haben ein Leihgerät erhalten, der Inhaber hat sich mit dem Hersteller in Kontakt gesetzt, in seiner Werkstatt die Komponenten getauscht und anschließend die Maschine wieder bei uns aufgestellt. Das hat auch etwas gedauert, aber immerhin hatten wir ein Leihgerät. Was soll man sagen, außer:

Kauft bei kleinen Händlern mit Reperaturwerkstätten; auch wenn es etwas teurer ist!

Der verwirrte Milliardär

hat in einem Gerichtsprozess gegen CCDH (Organisation Center for Countering Digital Hate) verloren. Konkret ging es darum, dass CCDH Elon Musks Dienst X durchforstet hat um Hate Speech aufzuzeigen. Elon, sich um die abwandernden Werbekunden sorgend, wollte das verhindern und verklagte CCDH.

Der Richter meint

„Die X Corp hat diesen Fall angestrengt, um das CCDH für CCDH-Veröffentlichungen zu bestrafen, in denen die X Corp kritisiert wurde – und vielleicht auch, um andere abzuschrecken, die eine solche Kritik üben möchten“, schrieb Breyer in seiner Verfügung (AZ. 3:23-cv-03836). 

heise.de

Ja, Meinungsfreiheit gilt nicht nur für die Superreichen lieber Elmo.

X hatte behauptet, dass das Center for Countering Digital Hate die X-Website nach Daten „durchforstet“ habe, was gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. 

heise.de

Auch ein Weg, Kritiker mundtot zu machen.

Elon, schieß dich bitte endlich auf den Mars.